Abenteuer in der Höhe: Bergtouren und Expeditionen im Überblick
Berge faszinieren Menschen seit jeher. Der Berg ist ein Naturerlebnis, der Berg fordert heraus. Die Berge sind aber auch die Naturumgebung, die zur Selbstfindung beitragen kann.
Eine Bergtour ist meist eine kürzere und technisch gesehen einfachere Wanderungen durch Bereiche, die für den Tourismus erschlossen sind.
Die Expedition dagegen geht über mehrere Tage in abgelegene Bergwelten. Hintergrund ist oft die Wissenschaft oder eine sportliche Herausforderung.
Das Interesse und die Begeisterung für Outdoor-Aktivitäten haben in den letzten Jahren zugenommen. Viele verspüren den Drang zum Abenteuer und zur Selbstoptimierung.
Arten von Bergtouren und Expeditionen
Tageswanderungen: Für Einsteiger und Familien sind Tageswanderungen ideal. Die Wanderung verläuft an gut markierten Pfaden und es gibt kaum bergsteiger-technische Anforderungen. So eine Tageswanderung kann beispielsweise eine Wanderung zur Partnachklamm sein oder ein am Rundweg am Tegernsee.
Mehrtagestouren: Touren, die sich zeitlich über mehrere Tage erstrecken müssen in Etappen geplant werden. Dazu gehört die Übernachtung in Hütten oder Zelten. Eine leichte Ausrüstung mit Proviant sollte dabei sein, das Gepäck muss gut durchdacht sein. Der Klassiker unter den Mehrtagestouren ist eine Alpenüberquerung, beispielsweise von der E5 von Oberstdorf nach Meran.
Hochtouren: Hochtouren unternehmen erfahrene Bergsteiger mit Kenntnisse in Orientierung, der Wetterkunde und der Sicherung. Hochtouren könnten beispielsweise Gletscherüberquerungen sein, bei denen die Bergwanderer mit Steigeisen ausgerüstet sind und mit Seiltechnik arbeiten. Eine bekannte Hochtour ist zum Großglockner über die Stüdlhütte.
Expeditionen: Das charakteristische der Expedition ist ein wochen- oder monatelanger Aufbruch in abgelegene Bergregionen. Besonders gefragt bei einer Expedition sind Logistik, Teamdynamik und die medizinische Vorbereitung. Expeditionen sind bekannt für den Mount-Everest, Denari oder die die Antarktis.
Fact: Die meisten Bergrettungen erfolgen wegen schlechter Planung – nicht wegen Unfällen. |
Spezialformen:
- Skitouren: Aufstieg und Abfahrt werden kombiniert
- Trailrunning: Schnelle Bewegung über alpine Trails
- Kletterexpeditionen: Routen und Wände liegen im Fokus
Planung und Vorbereitung
Schwierigkeitsgrad (z. B. SAC-Skala), Höhenmeter, Dauer | Saisonabhängigkeit: Schneelage, Hüttenöffnungszeiten | Kartenmaterial, GPS-Tracks, Tourenberichte |
Ausrüstung
Kleidung: | Navigation: | Sicherheitsausrüstung: |
im Zwiebelprinzip, wetterfest & atmungsaktiv | Karte, Kompass, GPS-Gerät, Smartphone mit Offline-Karten | Helm, LVS-Gerät, Erste-Hilfe-Set |
Training und Fitness
Ausdauertraining, Krafttraining und das Trainieren an die Höhenanpassung sind von Vorteil für den Bergwanderer. Wandern, Radfahren und Laufen sind perfekte Methoden für das Ausdauertraining, während die Rumpfstabilität und die Beinmuskulatur beim Krafttraining gestärkt werden können. Akklimatisierung bei Expeditionen ist wichtig für die Höhenanpassung.
Infobox: Packliste für eine Hochtour Kleidung, Technik, Verpflegung, Notfallausrüstung Gewicht optimieren – was ist wirklich nötig? |
Sicherheit und Risiken
Wetterumschwünge bergen Risiken wie Lawinen, Gewitter und Nebel. Wetterberichte müssen laufend gecheckt werden und der Notfallplan muss bereitstehen.
Höhenkrankheit macht sich oft durch Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bemerkbar. Langsames Aufsteigen, viel trinken und gegebenenfalls Medikamente könnten hilfreich sein. Alternativ ist bei Höhenkrankheit der Abstieg notwendig.
Notfallmaßnahmen, wie die stabile Seitenlage und die Wundversorgung bei erster Hilfe sind überlebenswichtig. Per Mobilfunk, Satellitentelefon oder Notrufnummer kann die Rettung gerufen werden. Manche Trackin-App hat eine Notfallfunktion, beispielsweise Komoot oder Garmin InReach)
Zeitstrahl: Historische Meilensteine der Bergexpeditionen |
1786: Erstbesteigung des Mont Blanc |
1953: Everest |
1980: Messner ohne Sauerstoff |
2020er: KI-gestützte Tourplanung |
FAQ
- Was ist der Unterschied zwischen einer Bergtour und einer Expedition?
Die Bergtour fällt kürzer und einfacher aus. Meist geht es in touristisch erschlossene Bereiche. Die Expedition hingegen dauert Wochen oder Monate und führt in abgelegen oft unerschlossene und extreme Berglandschaften. - Wie bereite ich mich auf eine mehrtägige Hochtour vor?
Durch Training, Ausrüstung und Tourplanung. Wettercheck und Notfallvorsorge sind obligatorisch. - Welche Risiken gibt es bei Expeditionen in große Höhen?
Das Risiko für eine Höhenkrankheit besteht. Zudem können Wetterextreme, Isolation und logistische Hürden Risiken bedeuten. - Kann ich als Anfänger an einer geführten Expedition teilnehmen?
Dazu ist eine gute Vorbereitung und eine gute Auswahl mit einer passenden Route durch einen Anbieter nötig.
(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)